Radiobeitrag: „Die Kunst Chancengleichheit zu erreichen“ unter SPIRITS OF EQUALITY von Women on Air

Ich möchte euch auf diesen Radiabeitrag auf Radio Orange 94,0 aufmerksam machen, bei dem ua. auch ich zu Wort komme

Zum Nachhören unter: https://noso.at/?p=6403

 

Die Kunst Chancengleichheit zu erreichen

Dieselbe Wertschätzung, denselben Lohn für dieselbe Arbeit zu bekommen klingt nach einer Selbstverständlichkeit. Ist es aber keineswegs.

Die Sendung befasst sich mit den Fragen: Wo sind Missstände und Gendergap am deutlichsten sichtbar und wie werden sie thematisiert? Dafür haben wir verschiedene Veranstaltungen besucht, die sich mit unterschiedlichen Facetten des Problems beschäftigten und dort mit Frauen aus der Kunst-und Kulturlandschaft darüber gesprochen, wie sie die Situation erleben, was die größten Probleme sind und nach Verbesserungsvorschlägen gefragt.

Warum es trotz bereits erkämpfter Errungenschaften dennoch immer noch notwendig ist, hartnäckig zu bleiben (solange, bis Chancen und Bezahlungen nicht mehr durch das Geschlecht mitbestimmt werden,) und warum Solidarität dabei eine zentrale Rolle einnimmt, hört ihr im Beitrag.

Sendungsgestaltung: Nathalie Neubauer und Claudia Schneider

Zum Nachhören unter

SPIRITS OF EQUALITY

Radiobeitrag: „Die Kunst Chancengleichheit zu erreichen“ unter SPIRITS OF EQUALITY von Women on Air

Opening „SUM ERGO SUM – NEW FEMINISM“ im STADTMUSEUM BRUNECK + EX SIMMA GARAGE, Südtirol am 31.01.2020 um 18 Uhr

Ich freue mich über ein SOLANGE Netz auf der Fassade des Stadtmuseums Bruneck, Südtirol, Italien. Endlich hat es SOLANGE über die Grenze in den Süden geschafft.

Wir montieren dort ein schon gebrauchtes/altes Netz. Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit ist es uns ein Anliegen, dass die „alten“ Netze weiterwandern und auch auf anderen Baustellen und Fassaden zu sehen sind.

Wir sind immer auf der Suche nach schönen Baustellen!

Außerdem zeigen wir in der Ausstellung Bilder von allen schon vorhandenen 10 Netzen. Die BesucherInnen sind eingeladen, ihren SOLANGE Spruch an die Museumswand zu schreiben.

mit:

AliPaloma – Katharina Cibulka – Karin Ferrari – Werner Gasser – Nilbar Güres – Michael Klammsteiner, Greta Kofler & Marie Kallage – Nora Pider – Barbara Tavella – Bianca Tschaikner – Andreas Zingerle 

 

 

Einladung_Wege zum Museum 15.01.2020 - Variante 1-2Einladung_Wege zum Museum 15.01.2020 - Variante 1-1

Opening „SUM ERGO SUM – NEW FEMINISM“ im STADTMUSEUM BRUNECK + EX SIMMA GARAGE, Südtirol am 31.01.2020 um 18 Uhr

Opening: SECURE THE LINES im Projektraum SCOTTY, Berlin am 10.01.2020 um 19 Uhr

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Stillstand in der Bewegung, Anecken an der Weite des Raumes, scheinbar Widersprüchliches in klaren Bildern vereinen. Diese dann aber über die Dauer der Videos an Komplexität und Hintergründigkeit gewinnen lassen und mittels der Möglichkeiten des künstlerischen Mediums über Dynamiken und Strukturen von Macht, Kontrolle, Ausgrenzung und Freiheit nachdenken. Dieser Ansatz vereint die zehn präsentierten Arbeiten, die als Videoprogramm den Auftakt zum Jahresthema des Projektraums bilden: Territorien.
Entgegen der zurzeit oftmals lauten, gar hysterischen und moralisch aufgeladenen Diskussionskultur, geschieht dies hier auf subtile, leise, mal humorvoll, mal verstörende Weise, und den Künstler*innen gelingt es, Denk-Räume zu schaffen, die uns über die verhandelten Grenzen hinwegnehmen.
Ein Faden auf einem karierten Papier unterteilt den Bildraum als Diagonale in zwei Hälften. Die Enden des Fadens beginnen sich kontinuierlich an der Bildkante entlang zu bewegen, und es entsteht eine organisch anmutende Choreographie, die immer wieder kurz durch den diagonal gespannten Faden unterbrochen wird. Das tänzerisch Spielerische wird also erst durch die Begrenzung selbst, den fest definierten Rahmen des Videobildes, ermöglicht.
Ähnlich wie in Aline Helmckes Videoanimation 16:9 diagonal clockwise-anticlockwise (2017) nutzt die Künstlerin Katharina Cibulka die Begrenzung des Bildausschnittes, um über Grenzen im Kopf, in der Fantasie, nachzudenken. In Anlehnung an die abenteuerliche Geschichte von Lawrence Walters, aka Lawnchair Larry, der 1982 mit seinem aus einem an heliumgefüllten Wetterballons befestigtem Gartenstuhl bestehenden Fluggerät „Inspiration I“ in die Lüfte Kaliforniens stieg, lässt die Künstlerin in der Arbeit Der unkontrollierte Flug der Inspiration einen Stuhl mithilfe von zehn weissen Ballons in die Luft schweben. Der Stuhl – in diesem Fall vielleicht mehr als Platzhalter und Potential zu verstehen – fliegt, aber scheint doch in der Bewegung gefangen. Die Ballons steigen nicht unbegrenzt in die Höhe, sie sind sich selbst im Wege und stoßen einander ab. Die zufallsbedingte Choreografie erscheint mal unbeholfen komisch, mal meditativ poetisch. Ein Versuch über die Freiheit oder ein Scheitern ob der Verhedderung der Umstände?

mehr: http://www.scottyenterprises.de/experimentalfilme-im-schaufenster/

Opening: SECURE THE LINES im Projektraum SCOTTY, Berlin am 10.01.2020 um 19 Uhr

NEUES SOLANGE NETZ in der SEESTADT ASPERN, WIEN

Ich freue mich sehr über unser 10. Solange Netz, diesmal in der Seestadt Aspern in Wien am Simone de Beauvoir Platz.

An welchem Ort könnte ein SOLANGE Netz passender sein als an einem Platz, der nach einer der Ikonen der Frauenbewegung benannt ist.

As long as women have to fight for the rights men have always had, I will be a feminist.

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Foto: Florian Biber

Solange Frauen für Rechte kämpfen müssen, die Männer schon immer hatten, bin ich Feministin.

Schauplatz des aktuellen Kunstwerks ist das sirius Gebäude der norwegischen StararchitektInnen Helen & Hard, Oslo bis Mai 2020.

Ermöglicht wurde das Kunstprojekt durch die Förderung von Kunst im öffentlichen Raum Wien und durch die Bauträger ÖSW (Österreichisches Siedlungswerk) und WBV-GPA (Wohnbauvereinigung für Privatangestellte) sowie deren Projektpartner, die uns ihre tolle Fassade zur Verfügung stellen. DANKE dafür!

SOLANGE passiert in Kooperation mit:

Vivian Simbürger (Stickerin)

Tina Themel (Textredaktion deutsch)

Birgit Schmoltner (Presse)

Lydia Krenz (Instagram) solange_theproject, #solange2018

Margarethe Clausen (Text Editing English)

Wir suchen weiterhin Baustellen all over the planet.

NEUES SOLANGE NETZ in der SEESTADT ASPERN, WIEN

SOVEREIGNTY IN CHAOS

Ich lade euch herzlich zur Ausstellung SOVEREIGNTY IN CHAOS ein.

Eröffnung: 10th December 2019 6 – 8pm

Ausstellungsdauer: 11th December to 6th January 2020

im Kunstraum LLLLLL

Seidlgasse 14, 1030 Wien

mit Arbeiten von Julia Belova, Katharina Cibulka, Luisa Kasalicky, Gašper Kunšič, Christiane Peschek and Céline Struger

kuratiert von Camilla Cole, London

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This exhibition is not only concerned with how our global governing bodies are

free falling from one catastrophe to the next, but it also draws on Neurohacker

Jordan Greenhall’s strategy of self agency and drawing the idea of Sovereignty

inward. By using our agency to contribute to collective multimodal action, we

can ride the storm of flux that we increasingly find ourselves caught up in. All of

the artists in this exhibition: Julia Belova, Katharina Cibulka, Luisa Kasalicky,

Gašper Kunšič, Christiane Peschek and Céline Struger offer alternatives to our

predetermined frameworks.

As democracy rose in strength, placing power in the hands of the people, we

realised that there could be no peace without law, and these laws inherently

bound Sovereignty’s powers. Alarmingly, today these democracies are struggling slipping

back towards authoritarian control, while simultaneously social structures such as politics, gender, identity, religion, and even basic premises of truth and justice- are now mercurial and we need to reconsider our positions on what we thought we knew, and why we believed it in the first place. The adjustment of these structures is typically considered to be a paradigm shift, and today these paradigms are collapsing too quickly and we cannot adjust quickly enough leaving us in a period of crisis.

To respond efficiently we must perceive reality, then use our perception to create meaning and finally – take direct and efficient action.

Katharina Cibulka’s almost activist practice addresses the need for creative (= active) re-authorization in a time of unreasonableness- symbolic of this is her plaque that reads ““Vivat Ratio / Irratio” (To Live Ir/rationally). Her work sees injustice – the way women are treated in the artworld, or artists not being paid, but then uses her visibility to call this out, and change the status quo.

Christiane Peschek’s “Girls Club” 2019 also has agency to redefine normalised conditions of female beauty – in an act of rebellion that rejects the objectification of the female face, she distorts selfies taken with plastic surgery apps to a point where she can no longer be recognised.

By Sovereignty, Greenhall doesn’t just mean independence of thought and action, but also a deeper sense of integrity beyond ego and ideological frameworks. Instead of there being a hierarchy, we need to work simultaneously – be multimodal, collaborative with no ownership. Blockchain is one example of this decentralisation, and we should apply this way of thinking to our relationship with machines, animals, and vegetation. Celine Struger’s “Limbic Resonance” and “Tender Prey” (2019) raises the question of who is doing the reclaiming (e.g. marginalised groups, future generations, alien invaders, machines, nature) and at the expense of whom. The works exhibited indicate vegetal growth and tackle issues such as animacy and mimicry.

Each generation has to take responsibility for their actions and recognise that the societal structures that worked before no longer do – we cannot strive to return to the past and instead should anticipate the future.

In “Medley: Silber” (2016) Luisa Kasalicky reimagines old structures, environments, architecture. A painter, yet her works rarely conform to a two dimensional painting frame. While simultaneously dismantling old structures, we also need to employ the notion of the “myth” more readily. We used to use allegories to represent morality (religion is representative of this), but in a secular society that is facing extinction we need to utilise this method of communication once again to unite us against seeming abstract notions of the End Time.

In „Upward Tears“ and “Silent Mountain“ (2019) Gašper Kunšič mines archives of architectural ruin, symbology and craft practices, repurposing and breathing new life into the national consciousness by feeling sentiment towards the collected materials such as nostalgia, melancholy and loss. The emotions that are woven into the symbols and situations could be read as a strategy of the feminine – destroying the predetermined framework of gender constructions.

Another aspect of Kunšič’s practice is to dismantle our depiction of heroes- in ancient times a man had to appear strong and brave, but now society considers men to be strong when they have the ability to cry.

Society needs to adopt to these traditionally “feminine” qualities – we need to nurture and care for ourselves, each other and our environment. This is the most crucial strategy Greenhall prescribes – we have to give space and energy to the rise of the feminine.

Julia Belova’s “More Tenderness…More” (2017) explores femininity, creating soft sculptures which are very tender, erotic and powerful at the same time. The phallic forms made out of white fabric, velvet and plastic- decorated with pearls, sequins and plumage. Verging on

the edge of kitsch, her work is a challenge to cult of the phallus.

By extension, this is not the idea of the feminine as an attribute that only cis females have. It is a restructure of the framework that we have been living with. The feminine, once deemed as weak, now is a universal power that we can all employ and is crucial to our survival.

Curator:

Camilla Cole

camilla@colerojects.co.uk

+44 ( 0)7855001697

http://www.LLLLLL.at

http://www.reinholdzisser.com

info@LLLLLL.at

0043 650 6554505

PART re Zisser started an artistic project that used his artist run space as material for a conceptual artwork, by showing off the room at Parallelvienna, transferring these light boxes as a central element of a room installation to the fair. The following offer was made there: Each artist, each curator, who has the symbol, the name of the space □□□□□■tattooed, received a solo exhibition in 2019.

SOVEREIGNTY IN CHAOS