SOLANGE am Dom zu St. Jakob in Innsbruck, Austria

Mit großflächig bestickten Textinstallationen auf Baustellen greift die Innsbrucker Künstlerin Katharina Cibulka Fragen der Gleichberechtigung auf und publiziert Antworten auf die Frage, wie lange Feminismus noch notwendig ist. Die Sätze wurden inhaltlich aus zahlreichen Gesprächen mit Frauen und Männern rund um das Thema Feminismus entwickelt und hinterfragen aktuelle gesellschaftliche Geschlechterverhältnisse.

Die Kunstaktion SOLANGE am Dom wird in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis „Kunstraum Kirche“ und der Dompfarre St. Jakob durchgeführt.

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Foto: Felix Richter

ENGLISH

„As long as god has a beard, I will be a feminist.“

Austrian artist Katharina Cibulka uses large-scale text installations on construction sites to address gender equality issues. With her series SOLANGE (the German word for „as long as“) she poses the question of how long we have to stand up for feminism, or if we have reached the peak already. The pink embroidered messages showcase answers from women and men from all over Europe.

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Foto: Matthias Prachensky

Wir wechseln bei unseren Netzen mit „Solange…, bin ich Feministin“ und „Solange…, bin ich Feminist“ ab.

„Solange Gott einen Bart hat, bin ich Feminist“, hat sich Propst Florian Huber gewünscht, um zu untermauern, dass er hinter der Aussage steht. Er hat diesen Satz aus mehreren von uns zur Auswahl gestellten Sätzen für den Dom ausgewählt.

 

Hier ein Artikel von der Diözese Innsbruck:

https://www.dibk.at/Meldungen/Innsbrucker-Dom-Kuenstlerische-Intervention-auf-Staubschutznetz

 

„Für mich klingt der Spruch recht pfiffig und nicht ideologisch fixiert“, sagte Generalvikar Propst Florian Huber bei der Präsentation der Kunstinstallation am 27. Juli. Huber verwies darauf, dass im Dom selbst Darstellungen Gottes als alter Mann mit Bart zu sehen seien. „So etwas hätte man sich in den ersten Jahrhunderten des Christentums niemals zu malen getraut, das ist erst in der Renaissance und im Barock so üblich geworden“, verwies Huber auf den Einfluss der Zeit auf die Gottesvorstellung. Insofern sei der Spruch „bildkristisch und weist darauf hin, dass wir Vorstellungen und Bilder immer auch hinterfragen müssen“. Denn, so Huber: „Sobald wir uns etwas ‚einbilden‘, liegt es bestimmt jenseits der Realität, soweit es das Thema Gott anbelangt“.

Huber verweist auch auf die landläufige Redewendung, das etwas „passé und vorbei ist, wenn es „einen langen Bart hat“. Hier klinge die Frage an, wen die Gottesfrage heute noch berühre, wen die Kirche noch berühre.

(Zitat aus: https://www.dibk.at/Meldungen/Innsbrucker-Dom-Kuenstlerische-Intervention-auf-Staubschutznetz)

SOLANGE am Dom zu St. Jakob in Innsbruck, Austria

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