solange (19 und 20) zweisprachig am Stadtpfarrturm in Klagenfurt!

Was für eine Woche!

Wieder einmal ist ein Wunder geschehen!

SOLANGE ist nach 2 Jahren intensiver Arbeit, vielen auf und ab’s, Zu- und Absagen, texten und umtexten…an der höchsten Baustelle Klagenfurts gelandet, 500 qm groß mit 109 cm großen Buchstaben, am Stadtpfarrturm in Klagenfurt, mitten im Zentrum.

Foto: Christian Brandstätter

Zur Gleichberechtigung aller Geschlechter ist der Weg noch ein weiter. Dies trifft auch auf die Kirche zu. Dass die Bereitschaft der einheimischen Diözese groß war, selbst an der Formulierung eines zum Stadtpfarrturm passenden Satzes mitzuwirken bzw. diesen sogar zu entwickeln, entspricht dem Grundgedanken von SOLANGE.

Unsere SOLANGE-Sätze entstehen immer aus einem intensiven Austausch mit den Menschen vor Ort. In der Interpretation des Dompfarrers Peter Allmaier klingt das folgendermaßen: „„Manche Herren glauben Gott zu sein, weil Glauben ein Unwissen bezeichnet. Diese Herren haben keine Ahnung. Einer Ahnung allerdings bedarf es. Sie wüssten dann um den Zusammenhang von Glauben und Vertrauen. „Ich glaube dir“, sagt man zu einem Menschen. Dabei glaubt man nicht irgendetwas, sondern drückt sein Vertrauen aus. Wer darauf vertraut, dass Gott Gott ist, braucht nicht selbst Gott zu spielen. Man kann der Schöpferkraft Gottes vertrauen, die Verschiedenheit unendlich durchzuspielen und doch zu sagen: Ihr seid alle meine Kinder und ich bin in alle gleich verliebt. Es ist ein Zeichen von Unwissen, aus der Verschiedenheit eine Praxis der Ungleichheit abzuleiten, die Benachteiligung heißt. Solange dies geschieht, stelle ich mich auf jene Seite, die benachteiligt wird und deren gleiche Rechte nicht anerkannt werden. Solange dies geschieht, bin ich Feminist.“

Macht, Ohnmacht, Ermächtigung

Wir sehen in diesem vieldeutigen Satz aber nicht nur die Kirche, sondern auch diejenigen Herren in Politik und Wirtschaft angesprochen, deren Bemühungen um Gleichberechtigung und eine faire Gesellschaft bisher ausbleibt. Seit Beginn der Pandemie erfahren gerade Frauen die dunkelste Seite von Ungleichheit; manifest durch vermehrte Gewalt innerhalb jener eigenen Wände, die eigentlich Schutz bieten sollten. Die hohe Zahl an Femiziden in Österreich zeigt dies auf drastische Weise. Wenn sich Männer das Recht herausnehmen, ihren (Ex-)Partnerinnen das Leben zu nehmen, sie gleichsam als Ware, als Besitz zu betrachten, mit dem man nach Gutdünken verfahren kann, ist dies nur die Spitze des Eisberges von systemimmanenter Gewalt.

Come join us in spreading equality!


„Wir setzen uns mit all unserer Kraft für eine solidarische Gesellschaft und einen Diskurs aller Geschlechter auf Augenhöhe ein. Es ist unser wichtigstes Anliegen, das Einende vor das Trennende zu stellen und möglichst Alle in einen Dialog zu holen.“

Mögen weitere Wunder geschehen und starre Rollenbilder ENDLICH verschwinden.

Amen.

Foto: Christian Brandstätter

Großer Dank an mein großartiges Team

Solange Team: Vivian Simbürger (Textilkünstlerin), Tina Themel (Text Editing Deutsch, Kommunikation), Margarethe Clausen (Text Editing English), Marie Themel (Instagram)

und an Lena Freimüller und Thorsten Krieger von Flux 21, die mich im Rahmen von INS FREIE / NA PROSTO 2021 eingeladen haben und mit einem riesigen Einsatz dabei waren. Es war eine lange Reise!

Danke auch an Alina Zeichen (KD BARBA) und Raffaela Lackner (Architektur Haus Kärnten), Pfarrer Gerhard Simonitti und Dompfarrer Peter Allmaier  

solange (19 und 20) zweisprachig am Stadtpfarrturm in Klagenfurt!

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